Liebe Mitglieder des Fördervereins,
ganz herzliche Grüße von uns allen aus Usa River.

Dank Internet verfolgen wir hier täglich die Nachrichten mit den erschreckenden Auswirkungen des Corona Virus. Wir hoffen, dass es Euch/Ihnen allen soweit gut geht – es war uns einfach ein Bedürfnis einen Gruß mit einigen Infos zu schicken und damit deutlich zu machen, dass wir in Gedanken und mit dem Herzen mit Euch/Ihnen in Verbindung sind.

Die Situation bei uns in Usa River/Tansania ist inzwischen ebenfalls schwierig.

Offiziell gibt es inzwischen 20 bestätigte Infektionen mit einem Todesfall, wobei hier keiner sagen kann wie hoch die Dunkelziffer ist. Viele Menschen leben auf dem Land, so dass weder ein Test noch eine entsprechende Diagnose möglich ist.

Alle unsere Schüler sind seit 19.03.2020 für 4 Wochen zuhause, wir warten nun ab ob die Regierung ab den 16.04.2020 Schulen, Unis, usw. wieder öffnen wird. Ebenso überlegen wir, ob wir den kommenden Setu- Ausbildungskurs ab 20.04.2020 beginnen können.

Innerhalb des Centers ist es sehr ruhig geworden, auch das Gästehaus ist geschlossen. Fast alle Gäste haben ihre Urlaubsbuchungen abgesagt. Im Cafe sitzen nur sehr vereinzelt Besucher, auch die Produktion in der Bäckerei ist zurückgegangen. Dies wird ohne Frage auf unser Center wirtschaftlich Auswirkungen haben.

In den tansanischen Medien ist Corona seit Wochen ein großes Thema, viel wird zur Aufklärung und zum Schutz der Bevölkerung getan. Allerdings geht der Alltag hier ziemlich unverändert weiter. Dies hängt mit der Lebenssituation der Menschen hier zusammen. Viele Menschen leben vom Kleinhandel, so dass sie täglich in der Öffentlichkeit sind.

Seit Ende März 2020 werden auch Maßnahmen von Seiten der Evang. Lutherischen Kirche Tansanias kommuniziert, dies betrifft vor allen die Gottesdienste. Sie werden weiter stattfinden, jedoch mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.

Wir können im Moment nicht überschauen, wie sich die Ausbreitung von Covid 19 hier im Land entwickeln wird. Da es sich in Tansania kaum jemand leisten kann für Wochen zuhause zu bleiben, werden viele arme Menschen zwischen der Entscheidung stehen sich zu infizieren oder zu verhungern. Das ist die traurige Realität!

Momentan überlegen wir, wie wir unsere Schüler und Mitarbeiter schützen können. Dies gilt für den Bereich von Hygieneartikel, wie z.B. Desinfektionsmittel, Masken, sowie für nötige Medikamente zur Begleitung im Ernstfall (Fieber, Husten, Schmerzen,…) Auch finden wir es wichtig, die Qualität der Mahlzeiten unserer SchülerInnen und Mitarbeiter zu verbessern (Gemüse und Obst), um somit das Immunsystem zu stärken. Ebenso beschäftigt uns sehr die Frage der Sicherheit der Gehälter einzelne Mitarbeiter, wenn im Center langfristig kaum Gästebetrieb ist.

Es wird sich erst im Laufe der Zeit herausstellen, welche weiteren Herausforderungen und Auswirkungen die Pandemie auf den Betrieb und die Finanzierung haben wird. Wir haben die vergangenen Jahre hier im Center viel aufgebaut, nun hoffen und beten wir, dass wir auch in dieser herausfordernden Zeit gut weiter gehen können.

Euch/Ihnen allen alles Gute – bleibt gesund! – und ganz herzlichen Dank für alle Begleitung und Unterstützung in der vergangenen Zeit!

Mungu awalinde na awabariki – Gott schütze und segne Euch!
Mit herzlichen Grüßen
Mona Behninger & Sophia Moshi

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